FAQ
Es gibt bestimmte Substanzen, Gerbstoffe genannt, die in die Haut eindringen können, sich an den Hautfasern festsetzen und dadurch nicht mehr ausgewaschen werden können -> aus der Rohhaut wird das Produkt Leder. Dieses Leder ist viel weniger temperaturempfindlich und verdirbt nicht mehr so leicht.
Es gibt verschiedene Gerbstoffe, wie z.B.:
Pflanzliche Gerbstoffe
Chrom Gerbstoffe
Mineral Gerbstoffe
Jeder dieser Gerbstoffe kreiert eine einzigartige Lederart, mit eigenem Charakter und Eigenschaften. Die derzeit meist verwendet Gerbung, ist die Gerbung mit dem Mineral Chrom.
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2. WELCHE ART VON HÄUTEN WERDEN BEI HULSHOF VERARBEITET?
Bei Hulshof Royal Dutch Tanneries werden keine Kuhhäute verarbeitet,
sondern nur die schöneren Häute von Fleischbullen aus West-Europa. Durch dauerhaften Einsatz modernster Technologie wird gekühlte frische Rohware eingesetzt anstelle von gesalzener Rohware. Dadurch gelangt kein Salz mehr ins Abwasser und Prozess integrierte Maßnahmen lassen auch die Wiederverwendung der Tier-Haare zu und minimiert obendrein den Wasserverbrauch. Zurück ^
3. WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN SCHAFLEDER, SCHWEINSLEDER UND RINDLEDER?
Die Rinderhaut ist wegen Ihrer großen Hautoberfläche besonders gut für Möbelleder geeignet. Das ist bei einem erwachsenen Bullen ca. 6m2. Das Leder das aus der Bullenhaut hergestellt wird, hat einen schönen Griff und ist sehr stark.
Manchmal werden auch Schafsfelle oder Schweinsfelle als Möbelleder verarbeitet. Schafsfelle sind klein, hart und haben eine geringe Reißfestigkeit. Schweinsfelle haben eine sehr leichte Narbung, sind auch klein und haben unregelmäβige Faserstrukturen, kompakt am Rücken und lose im Bauchteil. Auβerdem sind Schweinsfelle zum größten Teil perforiert durch die tief hineingewachsenen Haare. Dies ist typisch für Schweinsleder.
Das Schafsleder wird meistens wegen des charakteristischen Narbenbildes verarbeitet. Hulshof hat es jedoch geschafft, dieses typische Narbenbild auf Rindleder umzusetzen, in Form von Old Saddle® ???
Die Rinderhaut ist wegen Ihrer großen Hautoberfläche besonders gut für Möbelleder geeignet. Das ist bei einem erwachsenen Bullen ca. 6m2. Das Leder das aus der Bullenhaut hergestellt wird, hat einen schönen Griff und ist sehr stark.
Manchmal werden auch Schafsfelle oder Schweinsfelle als Möbelleder verarbeitet. Schafsfelle sind klein, hart und haben eine geringe Reißfestigkeit. Schweinsfelle haben eine sehr leichte Narbung, sind auch klein und haben unregelmäβige Faserstrukturen, kompakt am Rücken und lose im Bauchteil. Auβerdem sind Schweinsfelle zum größten Teil perforiert durch die tief hineingewachsenen Haare. Dies ist typisch für Schweinsleder.
Das Schafsleder wird meistens wegen des charakteristischen Narbenbildes verarbeitet. Hulshof hat es jedoch geschafft, dieses typische Narbenbild auf Rindleder umzusetzen, in Form von Old Saddle® ???
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4. BESCHÄDIGUNG ALS NATÜRLICHE KENNZEICHEN?

Die tierische Haut wird gekennzeichnet von klimatologischen und anderen Umständen in denen das Tier lebt. Die meisten Tiere ziehen sich Schrammen, Insektenbisse oder sogar Krankheiten während ihres Lebens zu und diese hinterlassen Narben im Leder.
Hulshof stellt hohe Anforderungen an die Häute die zu Möbelleder verarbeitet werden. Die wichtigste Anforderung ist wohl, dass die Haut kaum Beschädigungen aufweisen darf.
Häute die z.B. aus einer Gegend kommen, wo das Tier sein ganzes Leben lang innerhalb eines Stacheldraht Zaunes verbracht hat, sind durch die vielen Vernarbungen für Möbelleder nicht geeignet. Vollkommen unbeschädigte Häute gibt es jedoch nicht und an jedem Sitzmöbel aus Leder kann man irgendwo Narben finden. Dies beweist, dass man es mit einem Naturprodukt zu tun hat. Dabei gilt, dass eine verheilte Narbe nicht unbedingt einen Mangel am Leder bedeutet.
Nachstehend haben wir eine Reihe von Beschädigungen beschrieben, die Sie in ihrem Sitzmöbel antreffen können. Sie sind der Beweis, dass echtes Leder verarbeitet wurde und bilden deshalb kein Grund zur Reklamation.
Verheilte Narben
Die verheilte Narbe hebt sich nicht von der Lederoberfläche ab. Die Narbe bleibt jedoch an der Oberfläche des Leders sichtbar und reflektiert mit unterschiedlichem Glanzgrad.
Insektenbisse
Kleine Oberflächenbeschädigungen die durch unterschiedliche Arten von Insekten verursacht werden.
Nackenfalten
Ungefähr 3-4 mm breite Linien, die einen gröberen Narben als die umgebende Oberfläche aufweisen. Bei semi anilin Leder treten sie mehr hervor, wenn das Licht in einem größeren Winkel einfällt.
Strukturunterschiede
Bereiche, in denen sich der Narben von der feinen Struktur zu einer gröberen ändert wie z.B. die Stellen an denen die Seiten einer Haut in die Bauchgegend übergehen.
Raue- und Dungstellen
Stellen mit einer sehr feinen Narbenstruktur. Der Oberflächenglanz ist matter als der der Umgebung. Farbunterschiede sind leicht zu erkennen. Bei genauer Betrachtung kann man erkennen, dass die Poren wie Nadelstiche aussehen.
Warzen
Kleine, meist runde Flächen von ca. 5 mm 
Durchmesser, mit einer anderen Oberfläche als das Umfeld. Ein leichter Farbunterschied kann je nach Lichteinfall gesehen werden.
Haarwurzeln
Flächen mit sehr kleinen Punkten deuten auf Haarwurzel hin. Sie können meistens erst gesehen werden wenn sich die Haut in einem gespannten Zustand befindet.
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5. WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN EINER GEDECKTEN-, EINER SEMI-ANILIN-, UND EINER ANILIN?
Leder kann man in zwei Gruppen einteilen: vollnarbig und geschliffenes (oder korrigiertes) Leder. Bei vollnarbigem Leder ist der Narben (die Schicht in der sich die Haare befinden) völlig intakt geblieben. Geschliffenes Leder wird an der Narbenseite leicht geschliffen um mögliche „Fehler“ wie Schrammen, Insektenbisse und so weiter zu korrigieren. Anilinleder Gehört zu den vollnarbigen Lederarten und ist das schönste und hochwertigste Leder. Das Leder wurde im Fass mit den bestmöglichen Pigmenten durchgefärbt und wird anschließend mit einer Schutzschicht (Scotchgard©) versehen, um es wasser- und ölabweisend zu machen. Anilinleder von Hulshof ist das schönste Leder. Die Haaransätze sind deutlich zu sehen und alle Spuren vom Leben wie Schrammen, Insektenbisse und so weiter sind sichtbar. Das Leder fühlt sich weich, geschmeidig und warm an. Anilinleder ist für den richtigen Liebhaber! Leider können nur die besten 10% der Häute von Hulshof für anilin Leder verarbeitet werden, deshalb ist es so exklusiv und teuer. Semi Anilinleder Im Gegensatz zu Anilinleder, bekommt Semi Anilinleder zusätzlich zur Durchfärbung eine leichte Tönung mit Pigmentfarben. Eine Schutzschicht gegen Feuchtigkeit und Schmutz. Durch diese leichte Zurichtung wird das Leder zwar etwas gleichmäßiger in der Farbe aber es behält seine wunderbare Ausstrahlung. Dank der Zurichtung hat semi Anilinleder hohe Gebrauchseigenschaften und ist dadurch pflegeleicht. Auch die Häute, welche für Semi Anilinleder geeignet sind, sind rar und deshalb kostspielig. Gedecktes Leder Wenn das Leder keine Farbnuancen aufweisen darf und hohe Gebrauchswerte haben muss, wird es meistens von einer Zurichtung mit genügender Deckung versehen. Bei gedeckten Ledern wird das Leder nach der Fassfärbung meistens zuerst geschliffen und anschließend zugerichtet. Mit dieser Zurichtung wird manchmal eine Prägung angebracht um die Oberfläche zu verschönern. Für dieses Leder können selbstverständlich günstigere Häute verwendet werden. Das Leder ist aber außerordentlich benutzerfreundlich weil die Zurichtung das Leder vor Feuchtigkeit, Schweiß und Hautfett schützt. Weil bei Hulshof alle Häute auf dieselbe Weise gegerbt werden, ist auch die Qualität von diesem gedeckten Leder ausgezeichnet.
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6. WAS SIND DIE VORTEILE VON LEDER?
Leder ist ein prachtvolles Produkt, es ist dauerhaft, hygienisch, hat Stil und ist einfach zu pflegen. Das Leder gibt der Innenausstattung Wärme, es zeigt die wahre Schönheit der Natur. Leder nimmt die Körpertemperatur an und ist durch seine Atmungsaktivität bei jeder Raumtemperatur besonders angenehm und komfortabel.
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7. WIE WIRD MÖBELLEDER GETESTET?
Leder ist stark, sogar so stark, dass es viele Jahre hält. Aber auch Leder nutzt sich im Gebrauch ab - dies ist nicht zu vermeiden. In welchem Masse ist jedoch abhängig von Lederart, Benutzung und Pflege.
Die Europäische Gemeinschaft hat Richtlinien erstellt, denen das Leder entsprechen soll. Diese Anforderungen wurden in Absprache mit verschiedenen Prüfanstalten aus ganz Europa aufgestellt, u.a. TNO Niederlande, BLC Groß Britannien und Gerberschule Reutlingen aus Deutschland.
Die Prüfanstalten testen alle Lederarten in Bezug auf Reibungen, Knickungen, Lichtechtheit, Weiterreißfestigkeit und vieles mehr. Diese Test haben zu drei Gebrauchskategorien geführt: leichte, normale und intensive Wohnbenutzung.
Was verstehen wir unter leichte, normale und intensive Wohnbenutzung?
Leichte Wohnbenutzung:
Das Prädikat „leichter Gebrauch“ bekommen Sitzmöbel mit Lederbezug, die nicht täglich benutzt werden. Diese Lederarten erhalten zwar einen gewissen Schutz durch das Finish, verschleißen aber bei intensivem Gebrauch schneller als andere Leder.
Normale Wohnbenutzung:
Mit dem Prädikat „normaler Gebrauch“ bezeichnet man Sitzmöbel mit Bezügen von Lederarten, die sich für normalen Gebrauch eignen. Mehrere Stunden im täglichen Gebrauch einer durchschnittlichen Familie sind hier der Maßstab.
Intensive Wohnbenutzung:
Das Prädikat „intensiver Gebrauch“ erhalten Sitzmöbel mit Lederarten, die sich für intensiven Gebrauch eignen. Sie sind derartig stark, dass sie täglichem, stundenlangem Gebrauch gewachsen sind. Denken Sie hierbei an den Fernsehsessel.

Bei der Beurteilung von Gebrauchswerten sind wir davon ausgegangen, dass Sie Ihr Sitzmöbel (und damit auch Ihr Leder) einer normalen Beanspruchung aussetzen.
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Schmuck-Armreifen und Uhr-Armbänder können extreme Abnutzung des Leder verursachen.
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Schuhe auf der Couch stellen ein erhöhtes Risiko von Abnutzung des Finishs dar.
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Harter Jeans-Stoff belastet das Leder schwerer als weiche Woll- und Baumwollbekleidung.
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Sand (aus Schuhen oder aus Kinderkleidung) ist z.B. sehr scharf und verursacht eine schnelle Abnutzung des Leders.
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Bestimmte Medikamente können durch Absonderung von Schweiß, Stoffe enthalten, die das Finish des Leders angreifen oder zerstören.
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Und natürlich nicht vergessen: heiße, direkte Sonneneinstrahlung ist niemals gut. Sie sorgt für ein Ausbleichen und Austrocknen des Leders. Bitte sorgen Sie dafür, dass Ihre Sitzmöbel nie der vollen Sonne ausgesetzt sind, selbst dann nicht, wenn das Leder zur Kategorie „intensive Wohnbenutzung“ gehört.
Die Beurteilung:
Beim den Leder-Tests werden die Ergebnisse von den nachfolgenden Proben in die Beurteilung mit einbezogen:
Reibechtheit:
Mit einem trockenen Filz, einem nassen Filz und einem Filz welcher in künstliche Schweißlösung getaucht wurde, stellt man fest, wie widerstandsfähig das Finish auf dem Leder ist. Durch Reiben auf dem Leder stellt man dessen Gebrauchswert fest. Ausschlaggebend sind hierfür die Anzahl der Reibungen, die tausendfach wiederholt werden.
Dennoch kann es vorkommen, dass das Leder Ihres Sitzmöbels beim Testen die Note „ungenügend“ bekommt, aber im Gebrauch doch lange hält. Obwohl es widersprüchlich klingt ist es dennoch absolut möglich. 
Eine solche Zurichtung kann ein Wachs enthalten, das im Gebrauch eine pflegende Funktion auf das Finish ausübt und dadurch sogar widerstandsfähiger wird. Es wird empfohlen das Leder regelmäßig mit einem Pflegemittel zu behandeln.
Knickproben:
Mit tausendfachen von Knickproben wird die Finish-Belastung überprüft, da diese wiederholtes Aufstehen und Hinsetzen simuliert. Ein schwaches Finish wird frühzeitig den so genannten Craquelé-Effekt (Rissigkeit) aufweisen.
Lichtechtheit:
Die Widerstandsfähigkeit eines Leders gegen Verfärbungen unter Einfluss von UV-Strahlung (Sonne) ist abhängig von der Art der verwendeten Farbstoffe und ihres speziellen Einsatzes. Eine Herstellung von Farben, die nicht verlassen ist absolut unmöglich. Lederarten wie Nappa, Nubuk und Vegetabil-Leder erreichen eine Lichtechtheit von 3-4, während semi Anilinleder und gedeckte Leder 5-7 erreichen (auf eine Skala von 1-8). Mit diesen Werten kann das Leder sowohl in die Kategorie „normaler Gebrauch“ wie auch in die Kategorie „intensiver Gebrauch“ fallen. In beiden Fällen sollten Sie wirksame Vorkehrungen treffen, die das Sitzmöbel keiner starken UV-Strahlung aussetzt.
Das Leder kann dann in die Klassen „normale oder intensive Wohnbenutzung“ fallen, aber Sie müssen dann Vorkehrungen treffen, dass das Sitzmöbel nicht zuviel UV-Strahlung ausgesetzt wird.
Die Testergebnisse, die Gerbung und die verwendeten Rohstoffe, bestimmen letztendlich ob ein Leder geeignet ist für leichte, normale oder intensive Wohn-Benutzung.
Tröpfeltest:
Mit diesem Test werden Lederarten geprüft, die mit einer Imprägnierung gegen Feuchtigkeit und Hautfett versehen sind. Denken Sie dabei an Nubuk und Nappa-Leder.
Hulshof verwendet hierfür Scotchgard®, ein hochwertiges Produkt von 3M (ein weltweiter Konzern, spezialisiert in der Entwicklung und Herstellung von wasser- und ölabstoßenden Produkten die Anwendung finden in der Bekleidungs-, Schuh-, Automobil-, und Möbelindustrie).
Lederarten die mit einer Imprägnierung behandelt sind, werden automatisch dem so genannten Tropfentest unterworfen, dabei wird ein Flüssigkeitstropfen auf das Leder gelegt und die Zeit gemessen.
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8. WO KANN ICH MEHR INFORMATIONEN ÜBER LEDER BEKOMMEN?
Außer der bestehenden Fachliteratur bietet königliche Lederfabrik Hulshof für Fachleute die Möglichkeit an einem Kurs teilzunehmen und eine Exkursionen zu machen, um auf diese Weise mehr über das Produkt Leder und den Prozess kennen zu lernen. Mailen Sie bitte an sales@hulshof.com für nähere Auskünfte.
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